Gartenteiche werden immer beliebter

Im Zuge des gesteigerten Umweltbewusstseins gestalten immer mehr Gartenbesitzer ihren Garten so, dass irgendwo ein, wenn auch kleiner, Teich entsteht. Wer würde aber auf die Idee kommen, sich einen Karpfen in den Gartenteich zu setzen? Denkt man doch beim Karpfen eher an einen grünlichbraunen behäbigen Gesellen, der im Schlamm wühlt und anderen Fischen das Wasser verschmutzt.
Doch Karpfen sind im übertragenen Sinne in aller Munde. Nicht nur, dass er der wichtigste Speisefisch überhaupt ist, nein, für den Gartenteich gibt es zahlreiche Zuchtformen des Karpfens, die das Herz der Gartenteichbesitzer erfreuen. Diese Zuchtformen werden Koi oder Zierkarpfen genannt. Sehr beliebt sind diese Koi bereits im Mutterland dieser Fische, in Japan, wo sie schon im 3. Jahrhundert gezüchtet wurden.
Hier gibt es regelrechte Schönheitswettbewerbe. Tausende von Fischen werden von gewissenhaften Preisrichtern bewertet und in einer großen Halle einem interessierten Publikum vorgestellt.
Dabei kommt es auf die Zeichnung und die Körperproportionen an. Es wird zuverlässig berichtet, dass für preisgekrönte Koi Beträge um die 1.000.000,- DM gezahlt worden sind. Auch in den USA und den europäischen Ländern sind die Koi mittlerweile sehr beliebt.
Es gibt herrliche Zuchtformen, sicher Hunderte.


Koi sind "Intelligent"

Koi werden regelrecht zutraulich. Wenn sie den Gartenteichbesitzer mit der Futterdose sehen, versammeln sie sich sofort an der üblichen Futterstelle und nehmen oft das Futter sogar aus der Hand an.
Ein Koi-Kenner wird den Koi immer in der Draufsicht beurteilen, nie von der Seite im Aquarium. Erst von oben zeigen sich die entscheidenden Farben in ihrer vollen Wirkung. Koi sind übrigens auch sehr langlebige Fische. In Japan werden sie von Generation zu Generation vererbt. Es gibt Berichte aus Japan, dass Koi sogar über 200 Jahre alt geworden sind. Eigentlich kein Wunder, denn die durchschnittliche Lebenserwartung eines Koi liegt bei ca. 80 Jahren. Bei guter Pflege können sie also ihren Besitzer überleben.


Tipps zur Haltung von Koi

Nehmen Sie einen glatten Untergrund im Gartenteich oder große Kieselsteine, da Koi gerne wühlen und sonst das Teichwasser sehr verschmutzen. Ebenso ist ein wirkungsvoller Gartenteichfilter wichtig, um ein klares Gartenteichwasser zu erreichen.
Koi sind schwerer zu überwintern als Goldfische. Es stimmt, daß Koi oder Zierkarpfen winterhart sind. Aber zum erfolgreichen Überwintern sollte man folgendes beachten:
Der Teich sollte tief genug sein, an der tiefsten Stelle am besten 100 - 150 cm. Da die Fische 60 bis 100 cm groß werden, haben sie auch im Winter einen relativ hohen Sauerstoffbedarf. Es ist daher eine schwache Durchlüftung mit Hilfe einer Gartenteichpumpe anzuraten.